Monumente des Scheiterns (Begleittext)

Ich möchte das Unwiederbringliche zurückholen.

Meine Objekte sind die Spiegelbilder persönlicher Erfahrungen, stellvertretend für verlorene oder vergangene Lebewesen oder Zeiten.

Es sind Alltagsgegenstände, die erst durch den persönlichen Bezug eine Aufladung erfahren. Dadurch werden sie im Bewusstsein riesengroß, zu „Monumente des Scheiterns“.

Diese sind die Stellvertreter, die ich experimentell wiederbeleben will. Aufgrund meiner Historie verwende ich dazu die Energie des elektrischen Stroms. Mit ihr habe ich Frieden geschlossen, nachdem sie mich in jungen Jahren fast getötet hätte.

Die Wiederbelebung geschieht auf eine dem jeweiligen Objekt angemessene Weise. Mal nach Art eines Frankensteins mit Blitzen, mal mit elektromechanischer Kraft. Jede Versuchsanordnung erzeugt ihren eigenen Sound. Bringt man die Monumente räumlich zusammen, so entsteht aus diesen technoiden Geräuschen ein kinetisches Konzert.

Doch letztendlich sind alle diese Experimente zum Scheitern verurteilt. Denn trotz aller epischen Bemühungen ergibt sich die paradoxe Situation, dass es kein positives Ergebnis geben kann.

 

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